Darts-Regeln 50 - Bullseye-Training für Doppel

„50“ ist ein kompaktes Trainingsspiel, das Bullseye und Doppel in einer einzigen Übung verbindet. Du startest mit 50 Punkten Rest und wirfst zunächst immer auf das Bullseye. Triffst du das innere Bull, ist die Aufgabe sofort erledigt. Verfehlst du das Bull, wird der Rest neu berechnet und du musst die verbliebenen Punkte mit einem Doppel ausmachen. So trainierst du sowohl das Zielen auf die Mitte als auch typische Doppel-Finishes aus Resten wie 32, 36 oder 40.

Das Ziel des Spiels

Ziel von „50“ ist es, einen Rest von 50 Punkten mit maximal drei Darts genau auf null zu bringen. Der erste Dart geht auf das Bullseye. Wenn du das innere Bull triffst, hast du die 50 Punkte in einem Wurf erledigt. Wenn du das Bull verfehlst und stattdessen ein anderes Feld triffst, wird der Wert dieses Feldes von den 50 Punkten abgezogen. Aus dem neuen Rest musst du dann mit einem Doppel auschecken. Damit simuliert „50“ typische Spielsituationen, in denen ein verpasster Wurf aufs Bull in ein klassisches Doppel-Finish übergeht.

Spielstart und Ablauf

Das Spiel kann allein oder mit mehreren Spielern gespielt werden. Die Reihenfolge wird wie üblich durch Ausbullen oder per Absprache festgelegt. Jede Aufnahme besteht aus bis zu drei Darts. Der Ablauf sieht in der Standardversion so aus:

  • Du startest mit 50 Punkten Rest.
  • Der erste Dart der Aufnahme wird immer auf das Bullseye geworfen.
  • Triffst du das innere Bull, sind die 50 Punkte sofort ausgemacht und die Aufgabe gilt als geschafft.
  • Triffst du das Bull nicht, wird der Wert des getroffenen Feldes von 50 abgezogen und es entsteht ein neuer Rest.
  • Diesen Rest musst du mit einem Doppel auschecken, solange du noch Darts in dieser Aufnahme übrig hast.

Nach der Aufnahme wird entweder eine neue Runde mit erneut 50 Punkten gestartet oder, in einer Mehrspieler-Partie, der nächste Spieler ist an der Reihe. So entsteht ein flüssiges Trainingsformat, das sich gut in jede Session einbauen lässt.

Beispiele für Restsituationen

Am besten versteht man „50“ an konkreten Beispielen.

  • Beispiel 1: Du triffst mit dem ersten Dart das innere Bull. Das Bull zählt mit 50 Punkten, die 50 sind sofort ausgemacht und die Aufgabe ist erledigt.
  • Beispiel 2: Du verfehlst das Bull knapp und triffst eine einfache 18. Es bleiben 32 Punkte Rest. Mit einem der nächsten Darts musst du Double 16 treffen, um die Aufgabe zu lösen.
  • Beispiel 3: Der erste Dart trifft Single 10. Der Rest beträgt 40 Punkte. Jetzt kannst du klassisch auf Double 20 gehen, um auf null zu kommen.
  • Beispiel 4: Du triffst mit dem ersten Dart Single 13. Der Rest ist 37. Dieser Rest lässt sich nicht direkt mit einem Doppel ausmachen. In vielen Runden endet die Aufgabe dann ohne Erfolg und gilt als nicht geschafft.

Damit wird deutlich, wie wichtig es ist, entweder das Bull zu treffen oder einen Rest übrig zu lassen, der sich sinnvoll auf ein Doppel vorbereiten lässt.

Trefferwertung und Finish-Bedingung

Die Punktewertung orientiert sich an den normalen Darts-Regeln. Single zählt einfach, Double doppelt, Triple dreifach. Das innere Bull zählt 50 Punkte, das äußere Bull zählt 25 Punkte. In der gängigen Version von „50“ gibt es zwei wichtige Bedingungen:

  • Ein sofortiger Erfolg tritt ein, wenn der erste Dart im inneren Bull landet und damit alle 50 Punkte auf einmal ausmacht.
  • Wenn der erste Dart die Punktzahl reduziert, muss der verbleibende Rest mit einem Doppel exakt auf null gebracht werden.

Triffst du das äußere Bull mit 25 Punkten, bleiben 25 Punkte Rest. Viele Gruppen verlangen auch hier ein Doppel zum Abschluss, etwa Double Bull als 50-Punkte-Doppel oder ein passendes Doppel aus dem Rest heraus, je nach Hausregel. Diese Feinheiten sollten vor dem Spielbeginn festgelegt werden.

Varianten und Hausregeln

„50“ ist als Trainingsspiel gedacht und eignet sich gut für kleine Anpassungen, je nachdem woran du arbeiten möchtest.

  • Strenge Doppelpflicht: Der Rest muss immer über ein Doppelfeld ausgemacht werden. Kann der Rest nicht in ein Doppel übersetzt werden, gilt die Aufgabe als nicht geschafft.
  • Flexible Abschlüsse: Manche Runden erlauben auch ein Single-Finish, wenn der Rest ungerade ist. Der Trainingsfokus verschiebt sich dann leicht vom reinen Doppeltraining hin zu allgemeinem Checkout-Spiel.
  • Punktewertung über mehrere Runden: Du spielst zum Beispiel zehn Runden „50“ und zählst, wie oft du die Aufgabe erfolgreich beendest. Jede gelöste Aufgabe gibt einen Punkt, Fehlversuche zählen null.
  • Mehrspieler-Wettkampf: In einer Gruppe gewinnt, wer in einer vorgegebenen Anzahl an Runden die meisten erfolgreichen „50“-Finishes erzielt. Bei Gleichstand entscheidet eine Extrarunde.
  • Nur Bull als Finish: In einer besonders harten Variante darfst du nur über das Bull gewinnen. Verfehlst du das innere Bull, ist die Runde automatisch nicht geschafft, auch wenn sich rechnerisch ein Doppel spielen ließe.

Durch solche Hausregeln lässt sich das Spiel an unterschiedliche Spielstärken und Trainingsziele anpassen.

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Die Notation ist schlicht. Auf der Tafel schreibst du die Namen der Spieler nebeneinander und notierst darunter für jede Runde, ob die 50 Punkte erfolgreich ausgemacht wurden. Ein Häkchen steht für eine gelöste Aufgabe, ein Kreuz für einen Fehlversuch. Wenn ihr mit Punktezählung spielt, kann jede gelöste Aufgabe einen Punkt ergeben. Bei Einzeltraining reicht oft eine einfache Strichliste, mit der du dokumentierst, wie oft du „50“ hintereinander schaffst.

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Die offiziellen Maße für Dartboard-Höhe, Abwurflinie und Messweise gelten auch bei „50“ unverändert. Eine ausführliche Beschreibung dazu findest du in deinem Glossar unter „Maße und Setup“. Das Spiel benötigt keine Sondermaße und kann auf jedem Standard-Dartboard gespielt werden.

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Eine Beispielrunde zeigt den typischen Ablauf deutlich.

  • Spieler A beginnt mit 50 Punkten Rest. Der erste Dart geht knapp unter das Bull und trifft Single 18. Es bleiben 32 Punkte. A entscheidet sich für Double 16, trifft es mit dem zweiten Dart und hat die Aufgabe in zwei Darts gelöst.
  • Spieler B startet ebenfalls mit 50 Rest. Der erste Dart trifft Single 10, der Rest ist 40. B wirft den zweiten Dart auf Double 20, verfehlt aber und landet in Single 5. Es bleiben 35 Punkte. Mit dem dritten Dart lässt sich kein direktes Doppel-Finish mehr spielen, also gilt die Aufgabe als nicht geschafft.
  • In einer späteren Runde trifft A das innere Bull direkt mit dem ersten Dart. Die 50 Punkte sind sofort ausgemacht und A kann die restlichen Darts noch als Bull-Übung nutzen.

Dieses Beispiel zeigt, wie „50“ das Zielen auf das Bull mit klassischem Doppel-Finishing verbindet. Eine gute Kombination aus Genauigkeit und Rechengefühl entscheidet darüber, wie oft du die Aufgabe erfolgreich löst.

Häufige Fragen (FAQ)

In der Standardvariante von „50“ gilt vor allem das innere Bull als Volltreffer, weil es exakt 50 Punkte bringt. Triffst du nur das äußere Bull, bleiben 25 Punkte Rest. Je nach Hausregel musst du diesen Rest dann ebenfalls über ein Doppel ausmachen oder darfst flexibler agieren. Klärt diese Details am besten vor dem Start.

Ja, in der typischen Auslegung von „50“ gehört der erste Dart der Aufnahme immer dem Bullseye. Genau darin liegt der Trainingsschwerpunkt. Erst wenn dieser Wurf vorbei ist, spielt der Rest sich wie ein klassisches Doppel-Finish.

In den meisten Beschreibungen von „50“ ist ein Doppel-Finish Pflicht, sobald der erste Dart nicht das innere Bull getroffen hat. Einige Freizeitgruppen lockern diese Regel und erlauben auch Single-Finishes, wenn der Rest ungerade ist. Für ernstes Checkout-Training lohnt sich jedoch die Doppelpflicht.

Ja. Ihr könnt zum Beispiel festlegen, dass jeder Spieler zehn Runden spielt und für jede gelöste Aufgabe einen Punkt erhält. Gewonnen hat, wer am Ende die meisten erfolgreichen „50“-Finishes hat. Bei Gleichstand entscheidet eine Extrarunde.

„50“ eignet sich für alle, die ihr Bullseye-Spiel verbessern und gleichzeitig typische Doppel-Restsituationen trainieren möchten. Fortgeschrittene nutzen es als fokussiertes Checkout-Training, Einsteiger lernen das Zusammenspiel von Bull, Restberechnung und Doppel-Finish kennen.

Fazit

„50“ ist ein kompaktes und effektives Trainingsspiel rund um das Bullseye. Der erste Wurf geht immer auf die Mitte, danach entstehen realistische Restsituationen, die du mit einem Doppel ausmachen musst. So verbindest du Bull-Training mit klassischem Checkout-Spiel. Mit einfachen Hausregeln für Punktwertung, Doppelpflicht und Mehrspieler-Wettkämpfe lässt sich „50“ perfekt an deine Trainingsziele und deine Gruppe anpassen.