Calibration (Wurfanpassung)
Was bedeutet Calibration im Darts?
Calibration beschreibt die gezielte Feinanpassung des eigenen Wurfs und des Dart Setups. Ziel ist ein stabiler Eintrittswinkel, enge Gruppierung und ein wiederholbarer Ablauf. Calibration umfasst Technikfaktoren wie Stand, Griff und Release sowie Materialfaktoren wie Flight Größe, Schaftlänge, Barrel Balance und Spitzenform.
Woran erkenne ich Anpassungsbedarf?
- Inkonsistenter Einschlagwinkel: Darts stehen deutlich steil oder flach und variieren stark.
- Streubild: Häufige Ausreißer in 1 und 5 neben der 20 oder in 4 und 6 neben der 18.
- Bounce-outs oder Darts rutschen ab: Vor allem bei harten Drähten oder stumpfen Spitzen.
- Unsauberer Release: Der Dart „klebt“ am Finger oder kippt beim Abwurf.
Technik kalibrieren
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- Stand: Stabil stehen, Hüfte und Schulter zur Ziellinie ausrichten. Fußspitze an der Abwurflinie klar definieren.
- Griff: Kontaktpunkte sicher und entspannt. Druck nur so stark wie nötig. Keine Griffwechsel mitten im Wurf.
- Draw und Ausholweg: Gerade Linie zum Ziel. Kopf ruhig halten. Ellbogen auf einer Höhe führen.
- Release: Gleichmäßige Beschleunigung und sauberes Loslassen. Keine Seitendrehung des Handgelenks.
- Follow-through: Zielgerichtetes Nachführen der Hand, als würdest du die Triple 20 berühren.
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Setup kalibrieren
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- Flights: Größere Flights stabilisieren und führen zu steilerem Einschlag. Kleinere Flights beschleunigen und flachen den Winkel ab.
- Shafts: Längere Schäfte stabilisieren die Flugbahn. Kürzere Schäfte erlauben eine direktere, schnellere Flugkurve.
- Barrel Balance: Frontlastig ergibt oft steileren Eintritt. Hecklastig flacht den Winkel ab. Mittellastig ist vielseitig.
- Gewicht: Schwerere Darts liegen ruhiger, erfordern aber mehr Kontrolle. Leichtere Darts reagieren sensibler auf Fehler.
- Spitzen: Leicht konisch und sauber geschärft. Zu scharf reißt Fasern, zu stumpf erhöht Bounce-outs.
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Praktische Calibration-Drills
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- Winkel-Check 60/57: 30 Aufnahmen abwechselnd 20 und 19. Eintrittswinkel je Feld notieren und Setup anpassen.
- Stacking-Test: Drei Darts auf 20 übereinander. Wenn der dritte Dart rutscht, Flight oder Schaftlänge prüfen.
- Release-Drill: Nur Single 20 anvisieren. Fokus auf gleichmäßigen Abwurf und ruhige Hand.
- Grip-Konsistenz: Vor jedem Wurf die gleichen Kontaktpunkte kontrollieren. Kleine Markierung am Barrel hilft.
- Messroutine: Foto von der Gruppe in 60, 57 und 54. Winkel und Streuung wöchentlich vergleichen.
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Häufige Fehler
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- Zu viele Variablen gleichzeitig ändern. Immer nur einen Faktor testen und dokumentieren.
- Zu kurze Testphasen. Ein neues Setup benötigt mehrere Sessions, um verlässlich zu wirken.
- Übergrip. Zu fester Griff verschlechtert den Release und erhöht Streuung.
- Ignorierte Boardpflege. Abgenutzte Segmente verfälschen das Ergebnis.
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FAQ Calibration
Starte mit der Technik. Wenn Stand, Griff und Release stabil sind, justiere Flights, Schaftlänge und Balance in kleinen Schritten.
Mindestens zwei bis drei Sessions mit je 200 bis 300 geworfenen Darts. Erst dann verlässlich entscheiden.
Leicht nach unten geneigt und konsistent. Entscheidend ist Wiederholbarkeit, nicht ein exakter Gradwert.
Wenn der Dart zu flach einschlägt oder instabil fliegt. Größerer Flight stabilisiert, kleinerer Flight beschleunigt.